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08.02.2010 - Sprich, damit ich dich sehe: Nikolaus Fischnaller stellte sein neues Buch vor

"Sprich, damit ich dich sehe"
In Anwesenheit einer Vielzahl von Freunden und Interessierten sowie von mehreren Ehrengästen, unter anderem Bürgermeister Luigi Spagnolli und Karl Tragust, Abteilungsdirektor Familie und Sozialwesen, hat Nikolaus Fischnaller vor Kurzem im Kulturheim Gries sein neues Buch vorgestellt.
Der in seiner Jugendzeit erblindete Autor Nikolaus Fischnaller lädt im Rahmen einer bunten Sammlung von kurzen prägnanten Erzählungen und Anekdoten zu einer Reise in die völlig unterschiedliche Wahrnehmungswelt von blinden bzw. sehbehinderten und sehenden Menschen ein. Gleichzeitig geht er auf den 160 Seiten, die das Buch umfasst, der wichtigen und interessanten Frage nach, was geschieht, wenn Nichtsehende auf Sehende treffen und umgekehrt. Wichtige und interessante Frage insbesondere deshalb, wenn man bedenkt, dass laut Studien Sehende 80 Prozent aller Informationen über die Augen aufnehmen und bei blinden oder sehbehinderten Menschen gerade der Sehsinn zur Gänze oder zum größten Teil wegfällt. Dass somit in der Begegnung zwischen Sehenden und Blinden völlig verschiedene Ausgangspositionen entstehen und somit oft, wenn auch völlig ungewollt, künstliche Barrieren, Hemmschwellen, Kontaktängste und Vorurteile auf beiden Seiten entstehen, liegt auf der Hand.
Und gerade an diesem Punkt setzt Nikolaus Fischnaller an. Sein Buch ist nämlich keine theoretische Abhandlung, sondern vielmehr setzt sich das Werk von Anfang bis Ende aus erlebten Geschichten aus seinem reichen Erfahrungsschatz und jenem mehrerer Betroffener zusammen. Erlebte Geschichten, die sich unwillkürlich im Umgang zwischen Blinden und Sehenden abspielen und sich im alltäglichen Umgang häufig wiederholen. Sehr anschaulich, ja geradezu greifbar, schildert er dabei das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Sehenden und Nichtsehenden.
Seine meist humorvolle und häufig mit einem Hauch Selbstironie verfeinerte Erzählweise lädt zum Schmunzeln ein und schafft gleichzeitig eine entspannte Leseatmosphäre. Der Inhalt der Geschichten und Anekdoten ist aber gleichzeitig auch didaktisch fundiert, so dass sich das Buch an Sehende und Nichtsehende gleichermaßen richtet. Zum einen stellt es nämlich ein gutes Instrument für Sehende dar, um sich in die Wahrnehmungswelt der Nichtsehenden einfühlen zu können. Durch die sehr vielseitige Beleuchtung der Thematik hat das Buch aber auch blinden und sehbehinderten Menschen einiges zu sagen. Der Autor ruft nämlich auf, spontan die Initiative zu ergreifen, auf Sehende zuzugehen und ihnen zu erklären, wo und wie man helfen kann und soll. „Echte Integration findet nämlich nur dann statt, wenn sie vom Betroffenen selbst initiiert und gewollt ist“, so die feste Überzeugung von Nikolaus Fischnaller.
Das Buch ist im Raetia-Verlag erschienen und ab sofort zum Preis von 12,50 Euro im Buchhandel erhältlich.

Seine meist humorvolle und häufig mit einem Hauch Selbstironie verfeinerte Erzählweise lädt zum Schmunzeln ein und schafft gleichzeitig eine entspannte Leseatmosphäre. Der Inhalt der Geschichten und Anekdoten ist aber gleichzeitig auch didaktisch fundiert, so dass sich das Buch an Sehende und Nichtsehende gleichermaßen richtet. Zum einen stellt es nämlich ein gutes Instrument für Sehende dar, um sich in die Wahrnehmungswelt der Nichtsehenden einfühlen zu können. Durch die sehr vielseitige Beleuchtung der Thematik hat das Buch aber auch blinden und sehbehinderten Menschen einiges zu sagen. Der Autor ruft nämlich auf, spontan die Initiative zu ergreifen, auf Sehende zuzugehen und ihnen zu erklären, wo und wie man helfen kann und soll. „Echte Integration findet nämlich nur dann statt, wenn sie vom Betroffenen selbst initiiert und gewollt ist“, so die feste Überzeugung von Nikolaus Fischnaller. Das Buch ist im Raetia-Verlag erschienen und ab sofort zum Preis von 12,50 Euro im Buchhandel erhältlich.

