Hilfe bringen:
Hausbesuche – Mobiler Beratungsdienst für Blinde und Sehbehinderte
Mit Hausbesuchen bei Blinden und Sehbehinderten begann vor mehr als 50 Jahren die Geschichte dieser christlich motivierten Selbsthilfegruppe. Denn schon im Jahr 1956 machte das Blindenapostolat mit Pater Leopold von Gumpenberg und ab 1963 mit dem ersten Blindenseelsorger Josef Moroder die ersten Gehversuche.
Gleich machten sich Mariedl Fischnaller Pircher und ein kleiner Kreis von anderen Betroffenen auf den Weg, um blinde Menschen in allen Teilen des Landes ausfindig zu machen. Die Gesellschaft betrachtete Behinderung damals oft fast noch als „Schandfleck“, es gab so gut wie keine öffentliche Unterstützung oder eine eigene Rente. Viele Blinde lebten daher versteckt, einsam, in Armut und in zum Teil menschenunwürdigen Zuständen. Vor allem der Kontakt unter Betroffenen vermittelte erstmals das Gefühl, mit dieser Behinderung nicht allein zu sein.

Gleich machten sich Mariedl Fischnaller Pircher und ein kleiner Kreis von anderen Betroffenen auf den Weg, um blinde Menschen in allen Teilen des Landes ausfindig zu machen. Die Gesellschaft betrachtete Behinderung damals oft fast noch als „Schandfleck“, es gab so gut wie keine öffentliche Unterstützung oder eine eigene Rente. Viele Blinde lebten daher versteckt, einsam, in Armut und in zum Teil menschenunwürdigen Zuständen. Vor allem der Kontakt unter Betroffenen vermittelte erstmals das Gefühl, mit dieser Behinderung nicht allein zu sein.

Obwohl Südtirol über ein beispielhaft gut ausgebautes Netz von öffentlichen Diensten auch im Bereich der Behinderung verfügt, erfüllt der mobile Beratungsdienst nach wie vor eine unersetzliche Aufgabe. Mehr noch: Er steht vor neuen Herausforderungen, zum Beispiel durch die steigende Zahl der Menschen, die im Alter vor dem Problem der Sehbehinderung stehen. Meist haben es diese Betroffenen besonders schwer, weil zu den Mühen der späten Jahre noch die Sehbehinderung oder gar die Blindheit dazukommen. Hier bietet der Dienst die Möglichkeit, den wichtigen Erstkontakt herzustellen und Neuerblindete vor allem in der schwierigen Erstphase zu begleiten.
In diesem Bereich ist die Informationsarbeit sehr wichtig. So werden gezielt Seniorengruppen besucht, um ihnen „Tipps im Umgang mit Sehbehinderung im Alter“ zu geben und vor allem erfahrbar zu machen, dass es für sehbehinderte Menschen auch im Alter viele Hilfen und Möglichkeiten für eine gute Lebensqualität gibt.
Besonderes Augenmerk wird den Menschen mit einer zusätzlichen Hörbehinderung gewidmet. In einem Umfeld mit mehreren Geräuschen, wie z. B. in einem Kaffeehaus oder bei Veranstaltungen, können sie trotz Hilfsmittel nicht mehr dem Geschehen folgen. Die Folge ist, dass sie sich aus der Gesellschaft zurückziehen und zum Teil eine belastende Einsamkeit erleben. Bei den Hausbesuchen und Beratungen wird versucht, Anregungen zu geben, wie weiterhin soziale Kontakte gepflegt werden können und die eigenen Veranstaltungen werden so gestaltet, dass auch jene Menschen gut teilnehmen können. Weiters werden zielgruppenorientierte Treffen in Südtirol organisiert und die Teilnahme von seh- und hörbehinderten bzw. taubblinden Menschen bei internationalen Förderkursen und Begegnungswochen unterstützt.
Diese menschliche Nähe, die individuelle und unbürokratische Hilfe sind bis heute das Qualitätsmerkmal des Dienstes „Hausbesuche – Mobiler Beratungsdienst für Blinde und Sehbehinderte“.
Nach wie vor bildet das Angebot einen besonderen Schwerpunkt in der Arbeit des Blindenapostolates. Seit dem Jahr 1987 sind die „Hausbesuche“ ein eigenständiger Dienst, sie sind heute auf eine professionelle Basis gestellt. So führt eine ausgebildete pädagogische Mitarbeiterin in Zusammenarbeit mit Betroffenen Hunderte von Besuchen im Jahr durch. Ziel ist die ganzheitliche Rehabilitation von blinden und sehbehinderten Menschen in Südtirol. Es geht vor allem darum, den Kontakt zu Betroffenen aufzubauen und zu pflegen. Weitere Schwerpunkte sind die Information über blinden- und sehbehindertenspezifische Hilfsmittel, die Vermittlung von Trainings- und Umschulungskursen, Low-Vision-Beratungen und in Zusammenarbeit mit der Landesgruppe Südtirol des italienischen Blindenverbandes Beratung über finanzielle Hilfeleistungen für Zivilblinde.
Auch die Familienangehörigen werden bei den Beratungen und Gesprächen mit einbezogen und sie erhalten dabei Hilfe im Umgang mit ihren blinden und sehbehinderten Angehörigen. Weiters werden sie auf das Angebot und die Veranstaltungen von Blindenzentrum und Blindenapostolat aufmerksam gemacht. Diese sind in der Bewältigung der Behinderung ein ganz wichtiger Aspekt. Viele Blinde berichten, dass ihnen gerade diese Gemeinschaft entscheidend dabei half, der ständig drohenden Einsamkeit zu entkommen oder den ersten Schock nach der Erblindung zu überwinden.
In diesem Bereich ist die Informationsarbeit sehr wichtig. So werden gezielt Seniorengruppen besucht, um ihnen „Tipps im Umgang mit Sehbehinderung im Alter“ zu geben und vor allem erfahrbar zu machen, dass es für sehbehinderte Menschen auch im Alter viele Hilfen und Möglichkeiten für eine gute Lebensqualität gibt.
Besonderes Augenmerk wird den Menschen mit einer zusätzlichen Hörbehinderung gewidmet. In einem Umfeld mit mehreren Geräuschen, wie z. B. in einem Kaffeehaus oder bei Veranstaltungen, können sie trotz Hilfsmittel nicht mehr dem Geschehen folgen. Die Folge ist, dass sie sich aus der Gesellschaft zurückziehen und zum Teil eine belastende Einsamkeit erleben. Bei den Hausbesuchen und Beratungen wird versucht, Anregungen zu geben, wie weiterhin soziale Kontakte gepflegt werden können und die eigenen Veranstaltungen werden so gestaltet, dass auch jene Menschen gut teilnehmen können. Weiters werden zielgruppenorientierte Treffen in Südtirol organisiert und die Teilnahme von seh- und hörbehinderten bzw. taubblinden Menschen bei internationalen Förderkursen und Begegnungswochen unterstützt.
Diese menschliche Nähe, die individuelle und unbürokratische Hilfe sind bis heute das Qualitätsmerkmal des Dienstes „Hausbesuche – Mobiler Beratungsdienst für Blinde und Sehbehinderte“.
Nach wie vor bildet das Angebot einen besonderen Schwerpunkt in der Arbeit des Blindenapostolates. Seit dem Jahr 1987 sind die „Hausbesuche“ ein eigenständiger Dienst, sie sind heute auf eine professionelle Basis gestellt. So führt eine ausgebildete pädagogische Mitarbeiterin in Zusammenarbeit mit Betroffenen Hunderte von Besuchen im Jahr durch. Ziel ist die ganzheitliche Rehabilitation von blinden und sehbehinderten Menschen in Südtirol. Es geht vor allem darum, den Kontakt zu Betroffenen aufzubauen und zu pflegen. Weitere Schwerpunkte sind die Information über blinden- und sehbehindertenspezifische Hilfsmittel, die Vermittlung von Trainings- und Umschulungskursen, Low-Vision-Beratungen und in Zusammenarbeit mit der Landesgruppe Südtirol des italienischen Blindenverbandes Beratung über finanzielle Hilfeleistungen für Zivilblinde.
Auch die Familienangehörigen werden bei den Beratungen und Gesprächen mit einbezogen und sie erhalten dabei Hilfe im Umgang mit ihren blinden und sehbehinderten Angehörigen. Weiters werden sie auf das Angebot und die Veranstaltungen von Blindenzentrum und Blindenapostolat aufmerksam gemacht. Diese sind in der Bewältigung der Behinderung ein ganz wichtiger Aspekt. Viele Blinde berichten, dass ihnen gerade diese Gemeinschaft entscheidend dabei half, der ständig drohenden Einsamkeit zu entkommen oder den ersten Schock nach der Erblindung zu überwinden.
