Generalversammlung 2012: "Erfahrung ist Zukunft"
Zusammen mit den Mitgliedern hielten Verwaltungsrat und Rechnungsprüfer im Blindenzentrum St. Raphael vor kurzem im Rahmen der mittlerweile 33. Generalversammlung Rückschau auf das Arbeitsjahr 2011. Dieses stand unter dem Leitgedanken „Erfahrung ist Zukunft“, so dass unter anderem ein wichtiger Schwerpunkt im Arbeitsprogramm sowohl auf die Aus- und Weiterbildung bzw. persönliche und berufsspezifische Kompetenzentwicklung der Betroffenen als auch der Mitarbeiter gelegt wurde. Durch klare Schritte in Sachen Qualitätssicherung in allen Bereichen und noch stärkere Individualisierung der verschiedenen Reha-Dienste und der Betreuung in Wohn- und Pflegeheim wurden in diesem Zusammenhang weitere wichtige Akzente gesetzt.
Zunehmend Erstkontakte und Erstberatungen prägen das Bild unserer Tätigkeit“, so die Direktorin Elisabeth Gitzl. „Diese Tendenz der letzten Jahre hat sich auch 2011 konsequent fortgesetzt. Will heißen, dass degenerative Erkrankungen wie, allen voran die Altersbedingte Makuladegeneration, Makuladystrophie, Gefäßerkrankungen wie die diabetische Retinopathie und andere, stetig im Steigen begriffen sind“, präzisiert Elisabeth Gitzl. Und auf Grund dieser Erfahrungswerte und den damit zusammenhängenden Herausforderungen hat das landesweit ausgerichtete Kompetenzzentrum im letzten Jahr richtungsweisende Grundsätze für die künftige Ausrichtung der Dienste erarbeitet. Auch im Wohn- und Pflegeheim wurde auf neue Bedürfnisse der Betroffenen entsprechend reagiert. Die in der Gesellschaft allgemein zu beobachtende Vereinsamung und Kontaktverarmung macht nämlich auch, und insbesondere vor blinden und sehbehinderten Menschen, nicht Halt. „Es ist uns sehr wichtig, unseren Bewohnern sowohl ein Privatleben wie auch das familiäre Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe zu ermöglichen. Wir gewährleisten und fördern die gesellschaftliche und kulturelle Teilnahme der uns anvertrauten Menschen. Dazu ist es notwendig, im Rahmen der Betreuung zu erspüren, wo die Bedürfnisse der Bewohner nach Kommunikation und Integration tatsächlich liegen“, heißt es demgemäß im Tätigkeitsbericht 2011.
Als private Vereinigung muss das Blindenzentrum St. Raphael kostendeckend geführt werden. Und getreu diesem Grundsatz konnte auch heuer wiederum den Mitgliedern eine ausgeglichene Vorjahresbilanz zur Genehmigung vorgelegt werden.
Und im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung des Verwaltungsrates, der leitenden Mitarbeiter und aktiven Betroffenen aus allen Bereichen am kommenden Wochenende in Völs wird der Kreis um den Leitgedanken 2011 „Erfahrung ist Zukunft“ geschlossen.
