Pädagogische Hausfrühförderung,
die Chance für sehgeschädigte Kinder!
Mehr Chancen für sehgeschädigte Kinder durch Frühförderung!Das Blindenzentrum St. Raphael in Bozen bietet landesweit für blinde, sehbehinderte und mehrfachbehindert-sehgeschädigte Kinder vom Säuglingsalter bis zur Einschulung die „Pädagogische Hausfrühförderung“ an.
Dieser Dienst kann in Südtirol von Familien aller drei Sprachgruppen in Anspruch genommen werden. Die Frühförderung bietet Hilfen für das Kind, für die Familie und deren Umfeld.Sie findet vorwiegend im Elternhaus statt. In die ganzheitliche Betreuung werden alle Entwicklungsbereiche einbezogen, wobei der Schwerpunkt in der Förderung der visuellen Wahrnehmung und der entsprechenden Kompensationsmöglichkeiten liegt.
Frühförderung – warum?
Durch die Verminderung oder den gänzlichen Ausfall des Sehens entfallen viele natürliche Lernmöglichkeiten im Alltag.
Je früher mit der Förderung des sehbehinderten oder blinden Kindes begonnen wird, desto besser sind seine Entwicklungschancen und somit die Voraussetzungen, seine Fähigkeiten und die eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Zur Abstimmung der Fördermaßnahmen arbeitet die Frühförderung mit Ärzten, Psychologen, Orthoptisten, Therapeuten und den Erzieherinnen im Kindergarten zusammen. Was bietet die Frühförderung für die Familie?
- Begleitung durch regelmäßige Hausbesuche
- Anleitung zum gezielten Beobachten der visuellen Wahrnehmung
- Gespräche zum Entwicklungs- und Erziehungsprozess
- Anregungen zur Gestaltung der Umgebung des Kindes und zur Auswahl
- geeigneter Spielmaterialien Beratung bei der Wahl geeigneter Hilfsmittel
- Informationen über rechtliche und wirtschaftliche Fragen
- Kontaktpflege und Austausch unter betroffenen Familien
- Elternseminare
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Was bietet die Frühförderung für das sehgeschädigte Kind?

- Schulung des Sehvermögens und der visuellen Wahrnehmung
- Förderung des Gehör-, Tast -, Geruch- und Geschmacksinnes unter
- Miteinbeziehung der gesamten Körperwahrnehmung Erweiterung von Umwelterfahrungen und sozialer Kompetenz
- Hilfestellung beim Erlernen lebenspraktischer Fertigkeiten
- Anleitung zu Mobilität und Selbständigkeit
- Umgang mit optischen Hilfen
- Vorbereitung auf die Integration in Kindergarten und Schule
- Ambulante Förderung im „Multisensorischen Erlebnisraum"
Auffälligkeiten, die auf eine Sehschädigung hinweisen können:
- Fehlender Blickkontakt
- Fehlende Reaktion auf Licht, Gesichter oder Gegenstände
- Erhöhte Blendempfindlichkeit oder der Wunsch nach starken Lichtquellen
- Schielen, Zittern oder Rollen der Augen
- Wenig Interesse an bildlichen Darstellungen
- Häufiges Stolpern, Anstoßen oder Danebengreifen
- Kopfschiefhaltung beim Schauen
Pädagogische Hausfrühförderung
Telefon: 0471 - 442 340 oder 442 341 | Fax: 0471 - 442 300
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