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BLINDENAPOSTOLAT -> Kontakte über verschiedene Medien

Kontakte über verschiedene Medien:

Hörbrief „Kontakte“

Andrea im TonstudioAller Anfang kann auch leicht sein, wenn der berühmte Gedankenblitz einschlägt und sich eine Sache als goldrichtig herausstellt. Die „Kontakte“– Kassette ist eine dieser Ideen, die auf Anhieb zünden, weil sie aus einem guten Schuss Zufall, einer ordentlichen Dosis Hausverstand und beherzter Arbeit gemixt sind.

In diesem Fall war das so: Im November 1984 ist eine Gruppe der Kamillianischen Familie zu Besuch in Thailand. Nach der Rückkehr wollen selbstverständlich viele Freunde und Bekannte hören, was die Teilnehmer der Asien-Reise erfahren und erlebt haben. Mariedl Fischnaller Pircher kommt auf eine Idee: Sie spricht den Reisebericht kurzerhand auf eine Tonbandkassette, die allen Interessierten zugeschickt wird. Das Echo auf die Reise-Erzählungen aus dem Lautsprecher des Tonbandgerätes ist enorm – und damit der Startschuss für einen der beliebtesten Dienste des Blindenapostolates gegeben.
„Griaßt enk Gott, liabe Leit. I bin die Pircher Mariedl, die Präsidentin vom Blindenapostolat. Deswegen derf i enk a als Erschte gonz herzlich begriaßn auf der Kassette, die sich Kontakte nennt.“ Mit diesen Worten eröffnet Mariedl Pircher schon kurz nach der erfolgreichen Premiere die zweite Kassette. Zu diesem Zeitpunkt ist das frisch geborene Kind des Blindenapostolates schon getauft: „Dieser Hör-Rundbrief heißt Kontakte, denn wir möchten jetzt auf eine neue Art und Weise mit euch Kontakt aufnehmen, mit euch in Verbindung treten“, erklärt Sprecherin Mariedl.
Und sie weiß jetzt selbst, warum sich ab jetzt viele Blinde und Sehbehinderte, aber auch Sehende auf den Postboten freuen, der den handgroßen gelben Umschlag mit der Kassette aus Bozen ins Haus bringt: Bei diesem Brief muss niemand zur Stelle sein, um ihn geduldig vorzulesen, sondern er kann in aller Ruhe angehört werden, und das in einem Zug durch oder in kleinen Portionen, und ruhig auch mehrmals.

Inzwischen werden alle zwei Monate fast 800 „Kontakte“- Hörbriefe verschickt. Der Großteil der "Kontakte" geht an Hörer in Südtirol. Eine starke Zuhörerschaft findet das Tonband aus Bozen aber auch in Deutschland und Österreich. Einzelne Exemplare werden auch in andere Länder geliefert.
Die anfallenden Kosten werden, soweit möglich, über Sponsoren bestritten, die gesamte Arbeit ist – wie so oft – ehrenamtlich.

Während die Redaktion inzwischen für längere Zeit bei Elisabeth Gitzl lag, betreut nun Andrea Unterholzner den Hörbrief. Mit viel Geschick wählt sie Nachrichten aus dem Blindenzentrum, über den Blindenverband, die Kamillianische Familie, aus der Sportgruppe und anderen Bereichen aus.

Die "Kontakte" können Sie unter der Telefonnummer 0471-442323 oder hier per email bestellen oder hier downloaden!

Hörzeitschrift „Katholisches Sonntagsblatt“

Eine Gruppe Freiwilliger unter der Leitung von Lotte Dalsass sorgt dafür, dass die Kirchenzeitung der Diözese Bozen-Brixen auch für Blinde und Sehgeschädigte „lesbar“ wird.

Das Team wählt wichtige und interessante Beiträge des „Katholischen Sonntagsblattes“ aus, und alle vier Wochen werden diese im Aufnahmestudio auf ein Band von 90 Minuten Spiellänge gesprochen und dann von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Blindenzentrums kopiert und an die rund 100 Hörer verschickt.

Dieser Dienst wird von vielen Menschen im Land dankbar aufgenommen – von Blinden wie Sehbehinderten, aber auch Menschen in Altenheimen, die sich mit dem Lesen schwer tun.

Die Sendung „Kontakte“ im Kirchensender

Die Stimme aus dem Blindenzentrum kommt aber nicht nur vom Tonband, sondern auch aus dem Radio. Über die Antennen des Kirchensenders „Radio Grüne Welle“ wird die wöchentliche Radiosendung „Kontakte“ ausgestrahlt, die seit Gründungszeiten des kirchlichen Rundfunks vom Blindenapostolat im Blindenzentrum und dort von Mariedl Fischnaller Pircher gestaltet und produziert wird.

Mariedl in ihrem Aufnahmestudio