Gelassenheit-Leben war das diesjährige Motto der
Begegnungswoche 60+ des Blindenapostolates Südtirol.
Vom 10.-17. Jänner 2026 traf sich eine Gruppe junggebliebener, sehbehinderter und blinder Menschen zu spannenden, interessanten Vorträgen, geselliger Unterhaltung und gemeinsamen Gebeten. Spaziergänge, Musik, Tanz, Gesang, Spiele und gemütliches Beisammensein in der entspannten und heimeligen Atmosphäre des Blindenzentrums kamen nicht zu kurz.
Das Ziel dieser Woche war Gemeinschaft unter Selbstbetroffenen zu erleben, Erfahrungen auszutauschen und Kraft zu schöpfen für den Alltag zu Hause.
So startete die Gruppe gut gelaunt in die Woche, gespannt auf neue Eindrücke und geselliges Beisammensein.
Den Beginn der Woche bildete ein gemeinsamer Gottesdienst, bereits traditionell, umrahmt vom Männergesangsverein Gries. Verschiedene Referenten gaben ihr Wissen zum Wochenthema weiter. Die Kräuterexpertin Fr. Alexia Zöggeler stimmte uns ein in die Welt des Räucherns, der Tees und empfahl uns ausgleichende Atemübungen.
Fr. Hildegard Kreiter legte den Schwerpunkt auf die eigenen Talente und erinnerte daran, wie wertvoll jeder Einzelne für die Gemeinschaft ist.
Am Montagnachmittag erzählte Apfelbäuerin Michaela von den Apfelsorten Südtirols. Es überraschte sehr, wie vielseitig im Geschmack unsere Äpfel sind.
Nach einer Fantasiereise gestalteten die Teilnehmer ein persönliches Reliefbild aus Gips, Martina Theiner stellte ihr Buch „Das Flüstern der Mauern“ vor, umrahmt von Zithermusik. Die Krankenpflegerin Natalie Pichler teilte viel Wissenswertes und neue Erkenntnisse über den Blutdruck mit.
Tägliche Spaziergänge und Turnstunden waren sehr beliebt.
Der Besuch bei RAI-Südtirol am Mazziniplatz in Bozen, war für viele Teilnehmer ein Highlight. Die Führung von Thomas Rabanser wurde sehr anschaulich und auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten gestaltet. Die Teilnehmer bekamen Einblick in die verschiedensten Bereiche der Radio und Fernsehwelt.
Georg Oberrauch erzählte über die Pilgerwege in Südtirol und Fr. Renate Torggler über die Kranken- und Notfallseelsorge.
Eine Einführung in bestimmte Hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte durfte nicht fehlen.
Die Abende dienten dem geselligen Beisammensein beim Watten oder anderen geeigneten Gesellschaftsspielen oder auch nur zum „Ratschen“.
Den Abschluss bildete am Freitagabend eine meditative und sehr entspannende Klangreise mit Daniela Alber.
Gut erholt und mit vielen schönen Erinnerungen fuhren die Teilnehmer am Samstag wieder nach Hause.