Barrierefreiheit

Ein Vorteil für die gesamte Bevölkerung!

Mit Autos oder Fahrrädern verstellte Gehsteige sind Hindernisse für alle Menschen mit irgendeiner Einschränkung, aber auch für Frauen mit einem Kinderwagen oder Senioren mit einem Einkaufstrolley.

Aber was sind Barrieren überhaupt und sind Barrieren für alle gleich?

Das Wort Barriere kommt vom französischen Barrière und bezeichnet eine natürliche oder künstliche Hürde bzw. Hindernis, das ein Vorwärts- bzw. Weiterkommen oder einen Zugang/Zugriff erschwert, be- oder verhindert.
Barrieren sind nicht für alle gleich. So stellt eine Gehsteigkante für Rollstuhlfahrer eine unüberwindbares Hindernis dar, während sie für Blinde eine notwendige Orientierungshilfe ist.
Taktile Leitlinien auf dem Boden, sowie akustische Ansagen von Linienbussen oder Haltestellen, sind für Blinde sehr wichtige Hilfen.
Sehbehinderte brauchen vergrößerte Schriften für Anzeigen oder Hinweisschilder, kontrastreiche Markierungen der Stufen und geeignete Lichtverhältnisse.
Für Rollstuhlfahrer wiederum sind Treppen, steile Rampen oder zu enge Räume bzw. Aufzüge unüberwindliche Hindernisse.

Um eine zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten zu finden, braucht es Absprachen und gemeinsame verbindliche Übereinkommen.
Die Zusammenarbeit von Planern mit den verschiedenen Interessensverbänden schon während der Planungsphase eines Objektes ist ein zentrales Anliegen.

Leider ist der Abbau von architektonischen Barrieren an der alten Bausubstanz immer noch ein Thema – umso mehr sollte barrierefreies neues Bauen zur Selbstvertändlichkeit werden .

Das Blindenzentrum St. Raphael berät gemeinsam mit dem „Dachverband für Soziales und Gesundheit“ und der Abteilung für Soziales, sowie mit dem italienischen Blindenverband bei der Planung von verschiedenen Bauobjekten und ist bei verschiedenen Projekten zur Sensibilisierung der Bevölkerung (Artcontainer und dergleichen) aktiv dabei.

Es gibt aber nicht nur architektonische Barrieren, menschliche Barrieren sind oft unüberwindbarer und müssen in den Köpfen abgebaut werden.
Darum sind wir bestrebt, bei allen möglichen Gelegenheiten, die sich anbieten, in geeigneter Form darüber zu reden, z.B. Begegnungsstunden, Dunkelparcours, u.a.m.

Weitere nützliche Infos bei I.N.M.A.C.I - Nationale Beratung über das neue System der taktilen Leitlinien